Schönen guten Morgen

Ziemlich trübe Suppe da draußen und weit und breit kein Schnee in Sicht.

Ziemlich trübe Suppe da draußen und weit und breit kein Schnee in Sicht.
Da bin ich wieder, In den letzten 16 Ist viel passiert.
Aber fangen wir ganz von vorne an nämlich am 3. Dezember. Nachdem ich erst keine Reaktionen hatte begannen die Reaktionen am Tag 3 nach der Rückgabe der Zellen.
Es begann mit Fieber an drei aufeinander folgenden Tagen. Am ersten Tag war es am frühen Nachmittag als die Temperatur die magische Grenze von 38,0 °C erreicht hatte. Ich klingelte und berichtete über die Temperatur und die Schwestern machten den Rest, der Stationsarzt wurde verständigt, es wurden mir Blutkulturen abgenommen, ich bekam Antibiotika, (weil bei Fieber in bzw. bei einer Chemo oder auch bei der Car-T-Therapie nicht ausgeschlossen werden kann das sich irgendwo ein Bakterium eingeschlichen hat), Ich bekam Kortison und zu guter Letzt einen Antikörper der die überschießende Reaktion des Körpers dämpfen sollte und es wurde wie jeden Tag der obligatorische Idiotentest gemacht.

Es funktionierte und das Fieber sank.
In der Nacht zum 4. Tag kam das Fieber wieder, ausser die Kulturen fing das Spiel von vorne an, auch der Test, es war ja schließlich der nächste Tag.
Alles unauffällig.
Am selben Morgen sah ich nach dem aufwachen so aus.

Das Gesicht total angeschwollen. Die Schwestern sahen es sich und wollten es dem Arzt sagen. Aber es kam kein Arzt. Erst bei der Visite, da war aber auch alles wieder gut.
Bei der Visite wurde mir mitgeteilt, dass meine Blutwerte stark zurück gegangen sind und sie da ein drauf haben müssen, aber es müsste mit den Blutwerten noch nicht gehandelt werden.
Wenn jedoch nochmal Fieber käme, könnte es sein, dass ich auf die Überwachungsstation verlegt werden müsste wenn sie das Fieber nicht eingedämmt bekämen. Aber sie würden versuchen das ich nicht verlegt werden muss. Es sei nur ein Hinweis das ich schon mal weiß für den Fall das es dazu kommt.
Als wenn der Arzt es gewusst hätte, fing kurz vor dem Mittagessen wieder los und die dritte Runde Antikörper, Antibiotika und Kortison kamen und wurden angeschlossen.
Zum Glück sank das Fieber wieder schnell. Ich wurde aber soweit möglich noch engmaschiger überwacht und mit Infusionen versorgt. Das bedeutet ich hatte fast durchgängig eine Infusion an mir dran.
Aber damit kann man ganz gut leben wenn man sich daran gewöhnt hat.
Nach der dritten Runde blieb die Temperatur unter Fieberniveau. So blieb mir die Überwachungsstation erspart und ich konnte ein ruhiges Wochenende genießen. Aber ich erfuhr durch die Pflege, das ich mich in einer tiefen Aplasie befinden würde.
Hier mal ein Blick auf die wichtigen Blutwerte:
Aufgrund der so niedrigen Werte (Leukozyten und Neutrophile) und um nach mir zu sehen kam der Arzt zu mir und teilte mir mit das ab dem Moment ein Aufbaupräparat gespritzt bekommen würde welches ich schon kannte und was meinem Körper beim bilden der Abwehr hilft.
Eine Aplasie ist nichts für auf die leichte Schulter zu nehmen denn vor allem bei einer Chemo oder anderen Therapien bei denen die Schleimhäute angegriffen kann es passieren das z. B. Darmbakterien ins Blut gelangen können und da zu einer Blutvergiftung führen können.
Nein, das will ich nicht und das Medikament kenne ich, genauso wie die Nebenwirkung. Das Medikament verursacht nämlich und nicht zu verachtende Rückenschmerzen, weil das Knochenmark zur Produktion anregt.
Soweit so gut, alles war gut, ich war nur ziemlich schlapp und habe ziemlich viel geschlafen und habe versucht mich zu entspannen.
Zum Schreiben oder anderen fehlte mir der Antrieb.
So zogen die Tage ins Land und es war immer der gleiche Ablauf. 8x am Tag Vitalzeichen erfassen, 1x Blutentnahme, 1x Visite und immer wieder Infusionen.
Am Montag den 8. Dezember erfuhr ich, daß meine Werte, mein Zustand und die Einschätzung der Ärzte es zulassen würden mich wieder auf die freie Welt los zu lassen. Ich konnte am 9. nach Hause.
Ich stimmte freudig zu, denn so schön und angenehm wie die Pflege, die Ärzte es einem hier in der Uniklinik machen, aber zu Hause ist es immer noch am schönsten und immer noch der beste Platz um sich von der Therapie zu erholen.
Meine Frau und meine Kinder kamen noch ein letztes Mal vor Entlassung vorbei um die Klamotten dich ich nicht mehr brauche abzuholen damit ich am Entlasstag nicht so viel rumschleppen muss.
Es waren spannende zwei Wochen mit der Rückgabe der Zellen, netten, aber auch schwierigen Zeiten, aber es war gut.
Ich hoffe das ich nicht so schnell wieder auf Station muss, wir werden es sehen.
Weitere Beiträge zur Zeit von Entlassung von Station bis heute folgen Stück für Stück. Bleibt dran.
Heute habe ich mit der hautärztlichen Praxis telefoniert und das Ergebnis abgerufen, bzw die Ärzte der Uniklinik haben das für mich erledigt.
Ergebnis: Angiokeratom
Die Ärzte hier haben es mir kurz und schmerzlos erklärt, es ist nichts besonderes und schonmal gar nicht gefährlich.
Aus Neugier habe ich ChatGPT gefragt und die KI hat es wie folgt erklärt:
Ein Angiokeratom ist ein kleiner, gutartiger Hautbefund, der aus erweiterten Blutgefäßen (Kapillaren) direkt unter der oberen Hautschicht besteht. Durch diese Erweiterung wirkt die Stelle dunkelrot, blau oder fast schwarz und ragt oft leicht über die Haut hinaus. Die Oberfläche kann rau oder warzig wirken.
Hacken dran und gut ist die Sache!
Bisher gibt es keine nennenswerten Reaktionen auf die Zellen.
Ich werde ganz engmaschig überwacht so dass relativ schnell auffällt wenn Reaktionen auftreten.
Seht es mir bitte nach, das es hier ruhiger wird wenn die Reaktionen zu stark sein sollten, dann brauche ich die Zeit voll und ganz für mich.
Aber das hoffen wir ja nicht.
Es war keine große Sache, mal von den Vorbereitung abgesehen.
Die Zellen wurden in einem Rollbehälter angeliefert und hier in meinem Zimmer aufgetaut.


Per Infusion bekam ich die Zellen zurück. Das ganze Prozedere war nach 7 Minuten erledigt. Aktuell läuft nur die Spülung.
Das letzte Wochenende war Theraphiefrei.
Theoretische hätte ich sogar für die zwei Tage nach Hause gedurft, jedoch Husten meine Kinder morgens ein wenig herum und bevor ich mich mit irgend etwas anstecke was ich vor der Rückgabe nicht haben möchte, habe ich entschieden hier in der Klinik zu bleiben.
So hatte ich Zeit mich von der Übelkeit und dem Unwohlsein zu erholen. Meine Familie hat mich aber hier im Krankenhaus besucht.
Heute ist der Tag an dem es losgehen wird. Aber hierzu später mehr.
Der erste Faden hat sich quasi schon selbstständig gezogen.
Die Schwester hat ihn heute morgen einfach wegnehmen können.
Nun sind es nur noch zwei.
Der gestrige Tag war mal von der Übelkeit abgesehen unspektakulär.
Gegen die Übelkeit bekomme ich immer wieder etwas damit es nicht zu schlimm wird.
Nichts desto trotz konnte ich gestern Abend nichts essen, der Geruch hat trotz Medikament gereicht das mir schlecht wurde.
Zu guter letzt habe ich gestern noch einen neuen Zimmernachbarn bekommen. Da es bei ihm garnicht gut aussieht, zieht er heute in ein Einzelzimmer um.
Bei der Blutentnahme am heutigen Morgen wurden mir auch Röhrchen für die Typisierung abgenommen.
Warum das ganze, wenn die Therapie in die Hose gehen sollte, ist eine allogene Stammzellspende eine weitere Möglichkeit mir zu helfen.
Ich hoffe nicht das es soweit kommt.
Hängt an und läuft ein.
Läuft.
Die Übelkeit von gestern hat sich über die Nacht gezogen. Ich hoffe das es durch die dritte Gabe nicht noch schlimmer wird.
Der heutige Tag ist schneller gelaufen wie der gestrige Tag.
An Nebenwirkungen haben sich zwei Dinge eingestellt, zum einen scheint meine Schleimhaut der Nase, genauer der linken Nasenhälfte ist gereizt und brennt. Hierfür habe ich eine Salbe erhalten.
Zum anderen ist mir übel, wofür ich heute Abend nochmal Granisetron über die Vene bekommen habe.
Wenn es alles so bleibt bzw sich die Nebenwirkungen so einfach behandeln lassen bin ich zufrieden.
Check
Kaum offen schon fertig.
Die Therapien sind gut eingelaufen und es geht mir gut.
Bisher keine großen Nebenwirkungen, wenn es so bleibt bin ich zufrieden.