Die Engel brauchten Zeit ohne die Kinder um die Geschenke vorzubereiten, weshalb ich mit unseren Kindern zuerst in den Garten fuhr.
Zum einen wollte ich nach dem rechten Sehen und zum anderen wollten wir die hier gebliebenen Vögel mit Winterfutter versorgen.
Als das alles erledigt war, war nicht viel Zeit vergangen sodass ich mir etwas einfallen lassen musste. Meine Kinder hatten im Garten etwas im Wasser gespielt welches im Sandkasten steht, also schieden alle Aktivitäten aus bei denen wir draußen rum laufen müssten.
Nachdem ich im ersten Moment ohne wahres Ziel los gefahren bin, fiel mir ein das wir eine Fähre über den Rhein haben. Also fuhren wir dort hin und warteten darauf das die Fähre anlegt.
Die Überfahrt dauert nicht wirklich lang aber ein Highlight war es trotzdem. Wann fährt man denn mal mit dem Auto übers Wasser.
Auf der anderen Seite angekommen bekam ich die Nachricht das die Engel wieder ausgeflogen wären und wir nach Hause kommen könnten.
Wir wohnen in einer Anliegerstraße, in der man sich fast vorkommt wie auf dem Dorf.
Jeder kennt jeden, von den meisten weiß man wo sie wohnen und man grüßt einander und man weiß, wem welches Auto gehört und wo es meistens steht.
Wir alle haben unseren „Lieblings“ Parkplatz. Am besten direkt vor der Tür.
In den letzten Jahren sind es aber immer mehr Autos geworden aber die Anzahl an Parkplätze ist gleich geblieben.
So kommt es vor, das man etwas ausweichen muss.
So war es am letzten Wochenende. Ich fuhr samstags kurz weg. Als ich zurückkam, war nur noch ein Platz frei und ich stellte unser Auto dort ab.
Am Sonntagmorgen wollte ich Brötchen holen fahren und stellte fest, dass irgendwas an der Scheibe der Beifahrertür war.
Ich stieg aus ging ums Auto herum und sah Folgendes.
Ich guckte nicht schlecht und dachte scheiße was ist das. Ich ging davon aus, dass es sich abwaschen lässt.
Nachdem ich gefrühstückt hatte, begab ich mich ans Auto und versuchte es abzuwaschen. Aber nix da.
Kleine Punkte könnte ich vorsichtig mit dem Fingernagel abknibbeln, aber das größte ging nicht.
Ich rief meinen Bruder an und besprach mich mit ihm. Kurzer Hand fuhr ich kurz dort vorbei.
Leider mussten wir feststellen, dass es sich um Nagellack handelt, den ich leider nicht so einfach herunterbekomme.
Wir versuchten es mit Waschbenzin, ohne Erfolg. Wir versuchten noch ein, zwei andere Dinge, jedoch ebenfalls ohne Erfolg.
Ich fuhr niedergeschlagen wieder zurück nach Hause.
Hier angekommen sprach ich einen Nachbarn, der mir empfahl es mal mit Nagellackentferner zu versuchen.
Ich tat es und es funktionierte.
Den Nagellack konnte ich mit dem Nagellackentferner ganz gut runterbekommen, was aber blieb, waren die Pigmente.
Ich versuchte es mit Politur, aber auch die half nicht. Die Pigmente sind noch immer da.
Was tun? Wenn jemand einen guten Rat hat, ich habe immer ein offenes Ohr.
Was die rechtliche Seite angeht habe ich bei der Polizei eine Anzeige gegen unbekannt erstattet. Wahrscheinlich wird dabei nichts rumkommen.
Bis wir eine Entscheidung treffen müssen, wie es mit dem Auto weitergeht, ist ja zum Glück noch ein bisschen Zeit. Bis dahin überlege, ich was ich mache. Ich werde wohl mal zu einem Fahrzeugaufbereiter fahren und sehen was er dazu sagt.
Wir waren heute morgen unterwegs um die von mir aussortieren Klamotten zum roten Kreuz zu bringen.
Als wir wieder hier zu Hause an kamen, kam ich auf die Idee das unser Sohn nun alt genug ist um in den Sitz für große Jungs umzuziehen.
Aus der Zeit wo wir noch zwei Autos hatten, haben wir noch einen zweiten Kindersitz den wir bisher im Keller hatten. Diesen habe ich kurzer Hand aus dem Keller geholt und im Auto eingebaut.
Unser Touran war heute zur Inspektion und zum Ölservice in der Werkstatt. Durch einen Servicevertrag den ich mit der Werkstatt meines Vertrauens geschlossen habe bekommen wir in dem Fall einen kostenfreies Leihauto.
Als ich heute nachmittag weg fahren wollte war das Leihauto ziemlich eingeparkt.
Es war trotzdem kein Problem das Auto aus der Lücke zu holen.
Die Inspektion ist gut gelaufen, es ist alles wieder fit für die nächsten 12 Monate. Dann muss er nämlich das nächste Mal planmäßig in die Werkstatt.