Ich leuchte
Ich sitze gerade im Wartebereich für das PET-CT.

Der radioaktiv geladene Traubenzucker ist schon gespritzt.
Ich muss jetzt eine Stunde ganz still sitzen bis es zum Scan von Kopf bis Fuß geht.
Ich sitze gerade im Wartebereich für das PET-CT.

Der radioaktiv geladene Traubenzucker ist schon gespritzt.
Ich muss jetzt eine Stunde ganz still sitzen bis es zum Scan von Kopf bis Fuß geht.
Meine Lymphknoten rechts und links am Hals schmerzen und sind geschwollen.
Auch wenn es nicht bedeuteten muss, macht es den Kopf ziemlich laut. Heute war ich zum Gespräch und zur Untersuchung in der Uniklinik.
Der Arzt hat vermerkt das die Lymphknoten genauer angesehen werden sollen. Auch wenn bei dem PET-CT sowie so alles genauestens kontrolliert wird.
Für das anstehende PET-CT muss der TSH und der Kreatininwert bestimmt werden.
Hierzu hatte ich gerade einen Blutentnahmetermin, die Ergebnisse kann ich morgen abholen.
Heute habe ich den Termin für das PET-CT bekommen.
Vorläufig ist der 27.08. angesetzt. Ich habe aber angefragt ob der Termin etwas nach vorne oder hinten verschoben werden kann, denn am 27.08. beginnt für Melina die Zeit an der neuen Schule.
Pünktlich wurde ich aufgerufen, nach einem kurzen Gespräch und einem Ultraschall ging es ans eingemachte.
Markiert, betäubt und los ging die Reise.
Der Eingriff war ansich nicht schmerzhaft, es musst einmal etwas nachgespritzt werden.

Jetzt heißt es bis nächste Woche Montag warten.
Das was da in meinem Bein ist, ist meinem Gefühl nach, nach der Therapie von letztem Freitag kleiner geworden. Was bei mir böse Erinnerungen an den Tumor in Augenlid weckt. Da war es auch so das der nach Therapiegabe kleiner wurde und danach wieder anschwoll.
Ich habe es dem Arzt gesagt, ich weiß aber nicht ob sie nochmal nachgemessen haben.
Auch das werde ich nächste Woche erfahren.
Die Tage erhielt ich eine Mail von der DKMS mit der Fragestellung ob meine Kontaktdaten noch korrekt wären.
Mir war ehrlich gesagt vollkommen entfallen, dass ich dort als Spender registriert bin.
Leider ist es mir durch meine Krankheit nicht mehr möglich zu helfen. Ich rief gestern dort an und habe dies mitgeteilt.
Ich bedauere diesen Schritt gegangen sein zu müssen aber so ist es mir lieber als dass es einen Menschen gibt, dem ich helfen könnte und es dann doch nicht kann. Dies zu erfahren wäre für mich das schlimmste.
Nichts desto trotz möchte ich alle bitten, dass sich jeder ernsthaft Gedanken darüber machen sollte ob eine Typisierung nicht in Frage kommt.
Die Typisierung funktioniert mit einem Wattestäbchen und tut nicht weh, es kitzelt höchstens ein bisschen. Das war es, mehr muß man nicht machen! Ich zum Beispiel habe mich vor vielen Jahren bei einer Blutspende typisieren lassen, was eine weitere Möglichkeit darstellt.
Eine Spende tut ebenfalls nicht weh und jetzt das wichtigste, sie rettet leben!
Ich konnte nach der Chemotherapie für mich selber spenden so dass ich wenn es nötig werden sollte erstmal nicht auf eine Fremdspende angewiesen sein werde. Aber man weiß ja nie.
In diesem Sinne, überwindet die (evtl. vorhandene) Angst und lasst euch typisieren!
Heute direkt nach der Therapie wurde der Knoten sonographiert. Irgendwas ist da, deswegen wird am Montag eine Punktion vorgenommen.
Das Ergebnis soll eine Woche später vorliegen.
Morgen ist der nächste Nachsorgetermin in der Uniklinik.
Die Nachsorge wird wieder per Sonographie gemacht, morgen nachmittag bin ich schlauer.

Alles wie immer.
Bei meinem heutigen Nachsorgetermin hatte ich das Vergnügen von einer Ärztin geschallt zu werden die mich während meines Krankenhausaufenthalts im letzten Jahr mit versorgt hat.
Wir haben über die Zeit im Krankenhaus aber auch über die Zeit zwischen letztem Jahr und heute gesprochen.
Ich finde es schön in einem so großen Krankenhaus wie der Uniklinik Köln immer wieder auf bekannte Ärzte und Schwestern zu treffen und nette Gespräche zu führen.
Es ist vollbracht, die Nase ist wieder aufgerichtet.

Jetzt warte ich darauf dass meine Frau mich abholt.
Ich war im Krankenhaus und hatte das Vorgespräch für die Nasenbeinaufrichtung.
Nach einer kurzen Untersuchung und der Aufklärung für die Kurznarkose erhielt ich den Termin. Morgen früh um 08:15 Uhr soll ich wieder da sein.
Was kann man an einem langen Wochenende nicht brauchen? Einen Besuch in einer Notaufnahme.
Nein es ist nicht wegen der Kinder, sondern für mich.

Wir haben im Garten den Pool aufgestellt, im Zuge dessen habe ich mir beim festziehen eines Kabelbinders voll vor die Nase gehauen und habe mir, so ist zumindest mein Verdacht, die Nase gebrochen.

Geblutet hat es wie Sau und es tut auch gut weh. Aber mal sehen was die Ärzte sagen.
Nach meiner fünften Erhaltungstherapie hatte ich auch einen Termin für eine Sonographie die der Nachsorge dient.
Alle Lymphknoten, die Schilddrüse und die anderen Organe sind unauffällig.
Meine Milz ist noch immer vergrößert, auch wenn sie nur noch 13,4 cm im Durchmesser ist. Vor Beginn der Therapiephase war sie etwas mehr als 19 cm groß. Weiter ist noch heraus gekommen das ich eine Nebenmilz habe.
Das ist nicht weiter tragisch.
In drei Monaten habe ich die nächste Nachsorge.
Heute vor einem Jahr war mein letzter Arbeitstag vor der ersten stationären Therapie die im wahrsten Sinne in die Hose ging.
Heute ein Jahr später bin ich um viele Erfahrungen reicher auf die ich hätte auch gut verzichten können.
Für die Zukunft freue ich mich auf viel Zeit mit meiner kleinen Familie und Freunden.