Erster Arbeitstag nach Therapiebeginn
Der erste Arbeitstag nach Beginn der Therapie, ist eigentlich ganz gut verlaufen.
Nur bin ich ziemlich müde und bin froh jetzt endlich ins Bett zu kommen.
Der erste Arbeitstag nach Beginn der Therapie, ist eigentlich ganz gut verlaufen.
Nur bin ich ziemlich müde und bin froh jetzt endlich ins Bett zu kommen.
Auf jeden Fall schonmal besser wie der erste Tag.
Ich habe fest die ganze Therapie verschlafen, was zeigt das es mir während dem ganzen eigentlich ganz gut ging.
Aufgrund der Nebenwirkungen die ich am ersten Tag hatte und dem Verdacht das mein Kreislauf zu niedrig war, hat man gestern im gesamten dreimal meinen Blutdruck gecheckt.
Alle drei Messungen waren in Ordnung.
Trotz der Tatsache das ich fast den ganzen Tag geschlafen habe, war ich ziemlich Müde und bin mal wieder auf der Couch eingeschlafen bevor ich ins Bett gegangen bin.
Für den heutigen Tag habe ich noch eine Krankschreibung bekommen um mich richtig ausruhen zu können.
Wenn die folgenden Infusionen genauso ablaufen die gestrige, bin ich voll und ganz zufrieden.
Die Nadel steckt und die erste von vier Infusionen läuft.
Mein Freund und Kollege schickte mir heute morgen eine ganz liebe aber vor allem eine sehr aufmunternde Nachricht. Er schrieb:
Von Bier auf Vodka 🤣 dann wünsche ich dir eine gute Nacht 😊
Hat mich sehr gefreut…
Der erste Kaffee ist getrunken, die Kinder machen sich für Schule und Kindergarten fertig, gleich Frühstück und um 09:30 Uhr geht es mit der zweiten 900mg Infusion weiter.
Ich bin gespannt wie diese wirkt bzw wie es mir danach gehen wird.
Ich bin wieder unter den lebenden angekommen.
Nach Abschluss der ersten Infusionsserie ging es mir erst gar nicht so schlecht. Ich hatte leichte Kopfschmerzen und ich fühlte mich etwas krank.
Der Arzt nahm die Info auf, aber es seien normale Nebenwirkungen.
Als ich an der Straße auf meine Frau wartete, wurde es schlimmer.
Mir wurde komisch, schwindelig, übel und mir wurde kalt.
Ich setzte mich ins Auto und sagte meiner Frau das ich ohne Umweg nach Hause möchte.
Gefühlt war es so, als ob ich einen über den Durst getrunken hätte. Schwindel, Übelkeit und Schweißausbrüche.
Als ich hier zu Hause war, habe ich mich sofort ins Bett gelegt und geschlafen.
Um 16 Uhr bin ich wach geworden. Die Übelkeit, der Schwindel und die Schweißausbrüche waren weg.
Ich bin etwas schwach, habe aber trotzdem Hunger und Durst. Ich bin froh, wirklich froh, dass ich eine so tolle Frau habe, die sich um mich kümmert und mich umsorgt!
Morgen früh ist der zweite Termin. Im Gegensatz zu heute, bekomme ich morgen 900mg Wirkstoff. Heute waren es „nur“ 100mg.
Ich halte euch auf dem laufenden…
Für heute bin ich nach einem Ultraschall der Milz fertig.
Wenn ich nach Hause komme, vielleicht noch was essen und ab ins Bett.
Morgen geht es weiter…
Heute beginnt die Antikörpertherapie.
Heute und morgen erhalte ich je eine Infusion. Dann nächste Woche eine und übernächste Woche noch mal.
Danach einmal im Monat eine Infusion.
Ab Ende November kommt dann eine Tablette dazu. Sobald ich die Tablette bekomme muss ich, soweit ich weiß einmal täglich zum Bluttest.
Am nächsten Mittwoch beginnt die Immuntherapie gegen die chronische lymphatische Leukämie.
Die Therapie beginnt anders als mir zuerst gesagt wurde.
Nächste Woche bekomme ich erstmal am Mittwoch und am Donnerstag je eine Infusion mit Antikörpern. In der übernächsten Woche eine weitere. In drei Wochen dann eine dritte.
Ab Ende November kommt noch eine Tablette dazu.
Nebenwirkungen soll es kaum welche geben, aber ich lasse mich überraschen was wirklich auf mich zukommt.
Ich werde berichten und euch teilhaben lassen.
Vor etwas mehr als einer Woche habe ich meine Diagnose bekommen.
Seitdem habe ich mir viele Gedanken gemacht, habe viel gelesen und dadurch auch viel gelernt.
Es hat mir bis hierher geholfen die Erkrankung zu verstehen bzw. zu verstehen was während der Therapie auf mich zukommen wird.
Des Weiteren habe ich mir eine Selbsthilfegruppe gesucht, einen Termin bei einem Therapeuten gemacht und den Schwerbehindertenausweis beantragt.
Wobei mir der letzte Punkt am meisten zu schaffen macht.
Das es schwierig ist sich mit einer „Behinderung“ auseinander zu setzen die man weder sieht noch merkt, aktuell merke ich von meiner Erkrankung nichts, war mir klar. Aber das es mir so schwer fällt habe ich nicht gedacht.
Nächsten Donnerstag habe ich den nächsten Termin bei meinem Onkologen. Dann erfahre ich welche Therapie ich bekomme, und hoffentlich auch wenn nicht vollumfänglich was diese mit mir macht.
Bei dem Termin, begleitet mich meine Frau, denn der letzte Termin beim Onkologen war eine harte Nuss. Da ist es schon besser wenn da noch jemand mehr dabei ist der zuhört.