In meiner letzten Reha 2024 habe ich unter anderem ein schwules Paar kennengelernt die hier aus der Gegend kommen, und wie der absolute Zufall es will, auch noch meinen Großcousin kennen. Einer der beiden war erkrankt, der andere sein Partner.
Nach der Reha haben wir den Kontakt mehr oder weniger gut gehalten. Wir haben per Whatsapp geschrieben, und haben uns bedingt dadurch das wir beide im CIO der Uniklinik Köln behandelt wurden auch dort getroffen. Wir haben sowohl in der Reha als auch danach nette Gespräche geführt viel gelacht und haben uns immer wieder vorgenommen uns nochmal außerhalb der Uniklinik zu treffen. Bedingt durch meine eigene erneute Therapie mit all den temporären Einschränkungen musste ich die Treffen immer wieder verschieben.
Gestern Abend erhielt ich eine Nachricht die mich wirklich sprachlos gemacht hat, er ist leider verstorben.
Diese Nachricht hat mich sehr betroffen gemacht. Nicht nur weil ein lieber, netter Mensch verstorben ist, sondern auch, weil es mir die Endlichkeit des Lebens mit dieser Erkrankung mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt hat.
Wir beide haben unterschiedliche Krebserkrankungen. Meiner Meinung nach, sitzen wir (die an Krebs erkrankten) trotzdem in einem Boot. Denn wir haben alle, einen mehr oder weniger schweren Weg hinter uns, der seine Spuren hinterlassen hat. So schwer wie der Kampf auch ist, es kann nicht sicher gestellt werden, das man den Kampf gewinnt.
Am Ende bleibt nur zu sagen, es war mir eine Ehre, Siggi kennengelernt zu haben.